"Lebensfluss in Harmonie"
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst,
sie anderswo zu suchen
Ein Blick zurück
Bereits vor Christus entdeckten die damaligen Gelehrten die großen Lymphgefäße: Hippokrates sprach von Gefäßen, die „weißes Blut“ führen und Aristoteles berichtete über Gebilde, welche „farblose Flüssigkeit“ beinhalten. Dieses Wissen geriet jedoch in den folgenden zwei Jahrtausenden wieder in Vergessenheit. Im 17. Jahrhundert wiederentdeckt, wurde auf diesem Gebiet intensiv geforscht, bis im 20. Jahrhundert ein neues Fachgebiet der Medizin entstand: die Lymphologie. Erst Mitte des letzten Jahrhunderts entdeckten Forscher, dass die Lymphe eine wichtige Rolle für das Immunsystem spielt. Wenn gesunde Lymphe im Körper fließt, werden alle Gewebe und Funktionen normalisiert. Die Lymphe ist wahre Gesundheitsquelle und Gesundheitshüter zugleich.
Was ist das „Lymphsystem“?
Das Lymphsystem durchzieht, ähnlich wie die Blutbahnen, den gesamten Körper und hat viele zwischengeschaltete Lymphknoten als Filterstationen (Immunabwehr). Es ist für die Drainage, d.h. für den Abtransport von Gewebeflüssigkeit und die verschiedenen, darin enthaltenen Stoffe zuständig. Neben den Schlacken- und Giftstoffen werden über die Lymphe auch die großmolekularen Stoffe wie Eiweiße und Fette transportiert, welche für einen gesunden Stoffwechsel wichtig sind.
Die Lymphgefäße beginnen in der Peripherie (in den Außenbereichen des Körpers) und führen über definierte Wege die Lymphe zur oberen Hohlvene und somit in den venösen Blutkreislauf zurück.
Methode nach Dr. Vodder
Begründer der anerkannten und wirkungsvollen Manuellen Lymphdrainage war um 1936 das dänische Ehepaar Dr. phil. Emil und Estrid Vodder.
Die Manuelle Lymphdrainage wird ohne Öl mit langsamen, zarten und pumpenden Griffen ausgeführt, um eine optimale Unterstützung und Aktivierung des zarten Lymphbahnennetzes zu erreichen. Die Dosierung der Manuellen Lymphdrainage ist an das Fingerspitzengefühl und die Intuition der Therapeutin gebunden.
Wirkung der manuellen Lyphdrainage
Stärkung des Immunsystems
Durch den verstärkten Abtransport von Toxinen und Abfallstoffen über die Lymphe wirkt diese Massage stark entgiftend und regenerierend auf den Organismus. Wie schon oben erwähnt, ist ein gesunder Lymphfluss eine wichtige Grundbedingung für ein gut funktionierendes Immunsystem.
Reduktion von Schwellungen
Besonders bei Ödemen kann die Lymphdrainage helfen, überschüssige Flüssigkeiten abzuleiten und somit Schwellungen zu reduzieren. So kann sie z.B. nach einem „langen Tag auf den Beinen“ für die geschwollenen, „schweren“ Beine, Erleichterung bringen.
Bei bestimmten chronischen Erkrankungen, wie z. B. Lymphödemen, kann die Lymphdrainage eine unterstützende therapeutische Maßnahme sein.
SchmerzlinderungVor allem nach Traumata, Operationen und ähnlichen Ursachen entstehen Ödeme/Schwellungen. Durch die Verringerung von Ödemen/Schwellungen kann die Lymphdrainage zur Linderung von Schmerzen beitragen.
Verbesserung der WundheilungDie Förderung des Lymphflusses kann die Versorgung von Nährstoffen zu den Zellen verbessern und somit die Wundheilung beschleunigen.
Stressabbau und EntspannungAuf das vegetative Nervensystem hat die Manuelle Lymphdrainage beruhigende und entspannende Wirkung. Die sanften, rhythmischen Bewegungen der Lymphdrainage können eine tiefe Entspannung induzieren und den Stresslevel reduzieren.
Förderung der ZellgesundheitDie verbesserte Durchblutung und Nährstoffversorgung auf zellulärer Ebene kann zu einer allgemeinen Förderung der Zellgesundheit beitragen.
HautverbesserungDurch die Förderung der Durchblutung und Entschlackung kann die Lymphdrainage zu einer verbesserten Hautgesundheit beitragen.